Die genauen Ursachen sind schulmedizinisch noch nicht vollständig geklärt, aber es gibt mehrere wissenschaftlich anerkannte Erklärungsmodelle:
1. Retrograde Menstruation (Sampson-Theorie)
Während der Menstruation gelangt Gewebe über die Eileiter in den Bauchraum.
Da das Immunsystem es nicht vollständig abbaut, kann es sich dort ansiedeln.
→ Diese Theorie erklärt jedoch nicht, warum manche Frauen Endometriose bekommen und andere nicht.
2. Immunsystem-Hypothese
Das Immunsystem erkennt das versprengte Schleimhautgewebe nicht als „fremd“ und lässt es wachsen.
→ Dadurch bleiben Entzündungsherde bestehen.
3. Hormonelle Dysbalance (Östrogendominanz)
Östrogen fördert das Wachstum der Schleimhaut.
Viele Betroffene haben:
- Östrogenüberschuss
- Progesteronmangel
- unregelmäßige Entzündungs- und Schmerzreaktionen
→ Das Gewebe reagiert übermäßig stark auf Hormonschwankungen.
4. Embryonale Entwicklungsstörung
Bereits im Mutterleib können Zellen angelegt werden, die später zu Endometriosegewebe werden.
5. Nervensystem & Schmerzverarbeitung
Studien zeigen:
Endometriose geht mit einer Überempfindlichkeit des Nervensystems einher.
Schmerzen können sich „einspeichern“, auch wenn Herde entfernt wurden.
6. Einfluss von Stress, Trauma & emotionalen Mustern (komplementär)
Viele Betroffene berichten:
- Jahrzehntelange funktionelle Unterbauchspannung
- chronischen Stress
- innere Anspannung
- emotionale Belastungen in Verbindung mit dem weiblichen System
Dies erklärt, warum ganzheitliche Methoden oft besonders gut unterstützen.